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Montag, 30. April 2012

CH: Übergrosser Fussabdruck

Schweizer erfreuen sich  einer  überdurchschnittlich hohen Lebensqualität. Diese hat aber ihren Preis: Sie verbrauchen dreimal mehr Ressourcen, als die Erde bereithält.


























Die Lebensbedingungen in der Schweiz sind gut und liegen im internationalen Vergleich auf einem hohen Niveau. Allerdings verbraucht das Land zu viele nicht-erneuerbare Ressourcen. Dies geht aus dem Bericht über die Nachhaltige Entwicklung 2012 hervor, den das Bundesamt für Statistik heute veröffentlichte.

Danach stieg die Lebenserwartung bei guter Gesundheit in den letzten 20 Jahren bei Frauen um 8 und bei Männern um 9 Prozent. Die Suizidrate sinkt. Drei Viertel der Bevölkerung bezeichnen sich als «sehr zufrieden» mit ihrem Leben – ein im internationalen Vergleich hoher Anteil. Die Einkommen sind seit Anfang der 2000er-Jahre stabil auf hohem Niveau. 15 Prozent der Bevölkerung gelten als «armutsgefährdet», dieser Anteil liegt leicht tiefer als in der Europäischen Union.

Die Ressourcen sind aber nach wie vor ungleich verteilt. Die reichsten 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung verdienen durchschnittlich mehr als viermal so viel wie die ärmsten 20 Prozent. Immerhin nahmen die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in den letzten Jahren um 23 Prozent ab. Auch die Bildungschancen sind ungleich verteilt: Junge Ausländerinnen und Ausländer machen viermal häufiger keine nachobligatorische Ausbildung (wie Berufslehre oder Gymnasium), als junge Schweizerinnen und Schweizer.
 
Auch weltweit gesehen sind die Ressourcen ungleich verteilt. Die Schweizer Bevölkerung beispielsweise verbraucht pro Kopf nahezu dreimal mehr Ressourcen und Umweltleistungen als im weltweiten Durchschnitt pro Person verfügbar sind. Die Schweiz setze sich allerdings für eine gleichmässigere Verteilung der Ressourcen unter den Ländern ein, anerkennt der Bericht. Seit 1992 hat sie den Anteil des Bruttoinlandeinkommens, den sie für öffentliche Entwicklungshilfe aufwendet, um rund 15 Prozent erhöht – auf 0,46 Prozent (2011).

Die Schweiz verbraucht zudem zu stark ihre nicht-erneuerbaren Ressourcen. Die Vorräte können teilweise nicht für künftige Generationen erhalten werden. So ist der totale Materialaufwand der Schweiz seit 1992 um mehr als 20 Prozent angestiegen. Eine der Folgen ist die Abfallzunahme: Die Produktion der Siedlungsabfälle hat sich seit 1992 um über 30 Prozent erhöht.

Ein Lichtblick: Der totale Materialaufwand im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt ist seit 1992 um über 5 Prozent zurückgegangen. Dies gelang insbesondere dank des Fortschritts bei den industriellen Verfahren und einer Zunahme des Recyclings.
 
Erhalten kann die Schweiz weitgehend ihr Humankapital, also die Fähigkeiten, Kenntnisse und Eigenschaften eines Individuums, welche sich auf dessen Produktivität auswirken. So haben etwa die Lesekompetenz der 15-Jährigen, die Humanressourcen (die verfügbaren Fachkräfte) für Wissenschaft und Technologie oder auch die Anzahl Patentanmeldungen in den letzten 20 Jahren zugenommen.
Gestiegen sind auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Schliesslich wird ein hoher Anteil des Bruttoinlandprodukts für Investitionen aufgewendet. Das zeigt, dass die Wirtschaft ihre Effizienz steigern und ihr produktives Vermögen erhalten will.

Der «Bericht über die Nachhaltige Entwicklung 2012» wurde von den Bundesämtern für Statistik (BFS), für Raumentwicklung (ARE) und für Umwelt (Bafu) sowie von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ausgearbeitet – dies im Hinblick auf die Folgekonferenz «Rio 20» im kommenden Sommer. Er zeigt auf, in welche Richtung sich die nachhaltige Entwicklung in der Schweiz zwanzig Jahre nach dem Erdgipfel 1992 in Rio bewegt. (ami/sda)

Quelle: Tages-Anzeiger / SDA

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Montag, 26. März 2012

Zweitwohnungsbau & Tourismus

Reka-Direktor Roger Seifritz plädiert für staatliche Unterstützung des Tourismus wie in Österreich. Sonst erwartet er für viele Destinationen eine Bruchlandung. Doch nicht alle mögen ins Klagelied einstimmen.

Bergdörfer werden es nach der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative schwer haben: Häuser im Bündner Dorf Brigels. (Archivbild)

Bergdörfer werden es nach der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative schwer haben: Häuser im Bündner Dorf Brigels. (Archivbild - Keystone)

Roger Seifritz, sieben von zehn haben in Saanen und Gstaad – dort, wo Sie wohnen – gegen die Zweitwohnungsinitiative gestimmt. Und Sie?
Roger Seifritz: Ich habe auch dagegen gestimmt.

Roger Seifritz war früher Tourismusdirektor von Gstaad-Saanenland und ist heute Reka-Direktor. (Bild: Keystone)

Diese Initiative haben sich die Tourismusorte selber eingebrockt. Sie waren bis im Frühling 2011 Tourismusdirektor der Destination Gstaad-Saanenland. Weshalb haben Sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt?
Es ist etwas einfach, den Bock den Tourismusorten zuzuschieben. Die Käufer der Zweitwohnungen sitzen im Unterland, die Verkäufer im Oberland. Die Unterländer wollen die Landschaft erhalten und stimmten Ja. Aber die Nachfrage stammt von ihnen. Wer ist nun schuld? Wer sicher geschlafen hat, ist die eidgenössische und kantonale Politik. Sie haben die Leitplanken nicht oder zu spät gesetzt. Deshalb überschoss das ganze System.

Normalerweise ärgern sich Gemeinden über Eingriffe in ihre Freiheit. Sie fordern aber mehr Steuerung von oben. Ist das nicht paradox?
Einmischungen schätzen Gemeinden tatsächlich nicht. Doch es gibt Situationen, in denen sie schlicht überfordert sind. Sie müssten ein System abklemmen, von dem ihre eigenen Bürger profitieren. Das funktioniert einfach nicht. Es sägt niemand den Ast ab, auf dem er sitzt.

Also ist die Initiative ein Segen. Sie schafft Klarheit.
Die Initiative hat ihre positiven Seiten. Der Ansatz ist richtig, und in 20 Jahren werden wir die Zäsur sogar positiv finden. Die 20-Prozent-Limite ist aber ein Blödsinn.

Reiche können sich auch bei knapperem Angebot eine Ferienwohnung leisten. Bleiben aber für den Mittelstand Ferien in einer Wohnung in den Bergen erschwinglich?
Der Zweitwohnungsmarkt in den angesagten Destinationen wird explodieren. Die Preise werden massiv steigen. Wer heute eine Zweitwohnung besitzt, reibt sich die Hände.

Werden also alle unsere Bergdörfer zu kleinen Gstaad-Imitationen, wo vor allem Reiche in die Ferien gehen?
Schwierig, zu sagen. Dort, wo die Limite erreicht ist, steigen die Preise, und die können sich nur Wohlhabende leisten. Es könnte tatsächlich dazu führen, dass heutige Wohnungsbesitzer langfristig einfach durch reichere abgelöst werden.

Die Österreicher kennen eine solche Limite schon längst. Trotzdem sind sie billiger, freundlicher und belegen in Rankings die Topplätze. Was machen sie besser?
Billiger sind sie wegen des Euros. Bei uns ist alles teurer. Zudem gehen die Regeln einher mit einer starken Stützung des Tourismus. Bahnen, Beschneiungsanlagen, Marketing werden staatlich subventioniert. Im Tirol bringt eine Tourismussteuer für das Tourismusmarketing jährlich rund 200 Millionen Euro ein, die dann an die Destinationen verteilt werden. Die Steuer wird nicht nur im Berggebiet erhoben, sondern im ganzen Bundesland. In der Schweiz lasten die Abgaben alleine auf der Tourismusbranche. Im österreichischen Tourismussektor generiert die Gastronomie am meisten Umsatz. In der Schweiz ist es die Bauwirtschaft. Da läuft doch etwas falsch?
Mit Blick auf den Landverschleiss schon. Von der Volkswirtschaft her betrachtet, ist es aber egal, wo die Leute beschäftigt sind. Wenn die Arbeitsplätze in der Baubranche durch solche in der Gastronomie ersetzt werden, ändert sich an deren Gesamtzahl wenig.

Die Hotellerie und Parahotellerie klagt jetzt, sie könne ohne die Querfinanzierung durch den Verkauf von Zweitwohnungen das Geld für Investitionen nicht mehr beschaffen. Sehen Sie einen Weg aus dieser Sackgasse?
Das hängt davon ab, was der Bund als Zweitwohnung definieren wird. In Österreich ist eine solche Querfinanzierung trotz strengen Regeln möglich. Einziger Unterschied: Es werden eben bewirtschaftete Ferienwohnungen verkauft. Wenn die Initiative hingegen sogar solche betreffen würde, wäre nicht einmal mehr ein Reka-Dorf möglich.

Wie stark belastet Sie das?
Wir hatten Glück. Unser neustes Projekt in Blatten Belalp hat die Baubewilligung im Dezember bekommen. Das erspart uns Verzögerungen.

Und für künftige Projekte?
Wir warten nun einmal ab. Es ist zum Glück nicht das Ziel der Initianten, dass gut ausgelastete Ferienwohnungsanlagen ein Problem bekommen. Schwierigkeiten könnten wir dagegen bekommen, wenn wir Liegenschaften verkaufen wollen.

Wie meinen Sie das?
Unser Kernprodukt sind die zwölf Reka-Feriendörfer. Dort haben wir eine hervorragende Auslastung. Wir besitzen aber auch ein paar bedingt rentable Liegenschaften.

Haben Sie ein Beispiel?
In Brissago haben wir eine Anlage mit 15 Wohnungen an einem Villenhang. Hier zu investieren, lohnt sich für uns nicht. Deren Verkauf brächte uns aber die Mittel für den Bau eines neuen Feriendorfs.

Wo liegt jetzt das Problem?
Wir können diese Anlage wohl nicht mehr als reine Zweitwohnungen verkaufen. Die angenommene Initiative bedeutet also, dass es schwieriger wird für uns, gute, zukunftsgerichtete Projekte zu realisieren.

Wieso verkaufen? Die Appartements werden doch nun begehrter, und Sie könnten die Mietpreise anheben. Dann lohnt sich die Sanierung plötzlich wieder.
Ja, das könnten wir. Allerdings entspricht das aber nicht unserem Geschäftsmodell. Wir sind eine Non-Profit-Organisation, die Familien relativ günstige Ferien ermöglichen soll.

Sehen Sie auch positive Auswirkungen für Reka?
Angesagte Destinationen werden nun für uns interessant. Nehmen wir als Beispiel Gstaad: Für eine neue Reka-Anlage brauchen wir rund 10000 bis 15000 Quadratmeter Land. Ab 2013 verliert das bisher unerschwingliche Bauland an Wert. Das erhöht unsere Chance, an einem solchen Ort Land zu erwerben.

Sie möchten also gerne ein Standbein in Gstaad aufbauen?
Das ist wohl zu nah an der Lenk gelegen. Dort betreiben wir bereits ein Feriendorf. Wir wollen uns nicht selber konkurrenzieren. Interessant ist für uns vor allem das Oberengadin oder das Wallis.

Reka-Feriendörfer haben warme Betten. Sollte das Modell nicht auch auf das gehobene Segment adaptiert werden?
Ich bin überzeugt, dass auch für gehobene Ansprüche ein Potenzial besteht. Bisher wird es von eher kleinen, einzelnen Anbietern abgedeckt.

Wie stark wird die Schweizer Tourismusindustrie unter Druck geraten wegen der Initiative?
Die Bauwirtschaft in den Destinationen wird stark leiden. Dieses Jahr werden wahrscheinlich noch in beschleunigten Verfahren Baubewilligungen erteilt, die einen Bauboom auslösen. Danach aber wird in den Bergen weniger gebaut werden. Das bedeutet unter anderem auch weniger Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern.

Und die Land- und Liegenschaftseigentümer?
Unter dem Strich kommt der von der Initiative verursachte Wertverlust einer kalten Enteignung gleich. Bereits sind Beschwerden und Sammelklagen in Vorbereitung. Die Eigentümer werden Entschädigungen einfordern wie etwa in Zürich. Dort muss der Flughafen Zürich Anwohner der Anflugschneise wegen des steigenden Lärmpegels entschädigen. Ich rechne mit einer Prozesslawine.

Gstaad und das Saanenland haben die Initiative klar verworfen. Sigriswil hat sie angenommen. Sie sehen die Initiative offenbar als Chance. Und Sie?
Ich sehe durchaus die Chancen, es braucht aber eine gewisse Abfederung mit stützenden Massnahmen.

Welche?
Der Staat sollte dafür sorgen, dass Beherberger einfacher an Fremdkapital gelangen, wie zum Beispiel in Österreich und im Südtirol. Heute ist das in der Schweiz praktisch nur via Banken möglich. Dann muss der Staat bei der Infrastruktur aushelfen, wenn er will, dass in den Bergregionen der Tourismus eine Zukunft hat. Zum Beispiel muss er die Bahn- und Beschneiungsinfrastruktur staatlich subventionieren. Den öffentlichen Verkehr in der Stadt bezahlt der Staat ja auch.

Der Ruf nach dem Staat ist unüberhörbar. Und wenn er nichts unternimmt?
Dann werden viele Destinationen nicht überleben, tendenziell trifft es die kleineren und mittleren.

Quelle: Tages-Anzeiger Online / Berner Zeitung vom 26. März 2012



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Montag, 12. Dezember 2011

SVP droht mit Opposition

Die SVP verabschiedete am Samstag an der Delegiertenversammlung ein Manifest zu den Bundesratswahlen. Darin gibt sich die Partei kämpferisch und kompromisslos. Ohne einen zweiten Sitz im Bundesrat droht Parteipräsident Toni Brunner mit dem Rückzug in die Opposition.

Pocht auf die «Wiederherstellung der Konkordanz»: Toni Brunner an der Delegiertenversammlung in Chamblon (VD).

Pochte auf die «Wiederherstellung der Konkordanz»: Toni Brunner an der Delegiertenversammlung in Chamblon (VD). - Bild: Keystone

SVP-Parteipräsident Toni Brunner pocht auf die Wiederherstellung der Konkordanz. Sollte dies nicht gelingen, werde die SVP auch über den Gang in die Opposition diskutieren müssen, sagte Brunner am Samstag an der Delegiertenversammlung in Chamblon VD. «Wir werden am nächsten Mittwoch für einen zweiten SVP-Sitz kämpfen. Wenn wir dies nicht erreichen, müssen wir an der nächsten Delegiertenversammlung am 28. Januar über unsere Rolle sprechen,» erklärte Parteipäsident Brunner vor rund 320 Delegierten. Die anderen Parteien hätten es in der Hand, ob sie die SVP in die Regierungsverantwortung einbinden wollten. «Unser Ziel ist, die Konkordanz wiederherzustellen», sagte Brunner. Die SVP habe mit Bundesrat Ueli Maurer und den Kandidaten Hansjörg Walter und Jean- Francois Rime hervorragende Kandidaten.

Die SVP sei bei den letzten Wahlen vom Volk mit Abstand als stärkste Partei gewählt worden, die SP als zweitstärkste, die FDP als drittstärkste und die CVP als viertstärkste. Gerade in Zeiten bevorstehender wirtschaftlicher Turbulenzen sei es im Interesse der Schweiz, dass die vier grössten Parteien in der Regierung vertreten seien. «Wir wollen Verantwortung übernehmen, denn auf die Schweiz werden schwierige Zeiten zukommen», betonte Brunner.

Die SVP wird an ihrer Delegiertenversammlung ein entsprechendes Manifest verabschieden. Darin heisst es, die SVP ziehe eine Regierungsbeteiligung der Opposition vor, sei sie aber nicht mit zwei Mitgliedern in der Kollegialregierung eingebunden, so könne sie die volle Regierungsverantwortung nicht tragen. Brunner schliesst zudem einen Angriff auf den vakanten SP-Bundesratssitz am kommenden Mittwoch nicht aus. Sei die Kandidatur der SVP gegen BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht erfolgreich, sei ein Angriff auf die SP eine Möglichkeit. Zunächst gehe es für die SVP aber um den zweiten Durchgang - die allfällige Wiederwahl von Widmer-Schlumpf. Hier gehe es um die Frage, ob das Parlament die bewährte Konkordanz wieder herstellen oder diese brechen wolle, sagte Brunner.

Werde die Bündnerin gewählt, liege das weitere Vorgehen in der Kompetenz der Fraktion. Es müsse situativ entschieden werden. «Sehr mitentscheidend» sei dabei, ob sich die Parteien im zweiten Durchgang «konkordant» verhielten. Auch die FDP müsse ein Interesse haben an einer angemessenen Vertretung der SVP im Bundesrat. So hätten sich die Partei- und die Fraktionsspitze der FDP auch geäussert. «Da kann es nicht sein, dass viele Exponenten dieser Partei daran mitarbeiten, dass die Konkordanz nicht wieder hergestellt wird», sagte er an die Adresse von FDP-Mitgliedern, die sich für eine Wiederwahl von Widmer-Schlumpf ausgesprochen hatten.

Quellen: Agenturen / Tages-Anzeiger

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Solarskilift geht in Betrieb

Schweiz aktuell vom 01.12.2011

Im bündnerischen Tenna wird zurzeit der erste Solar-Skilift der Welt montiert. Im Winter wird mit dem erzeugten Strom der Lift betrieben, die restliche Zeit liefert die Anlage Energie für 15 Haushaltungen. In den nächsten Tagen gehen Lift und Solaranlage in Betrieb.

Quelle: SF Schweiz aktuell 1. Dezember 2011

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Dienstag, 25. Oktober 2011

Das definitive Wahlergebnis

Nun liegen nach Verzögerungen durch die Waadt die definitiven Parteistärken aus den Nationalratswahlen vor: Dabei kommt die SVP auf 26,6 Prozent der Stimmen – besser als in den Hochrechnungen.

Vergrössern mit Klick auf Diagramm!
Quelle: Tages-Anzeiger 24.10.11
Die SVP hatte 2007 einen Wähleranteil von 28,9 Prozent errungen – die höchste Parteistärke seit Einführung der Proporzwahl 1919. Von 1991 bis 2007 hatte sie von Wahl zu Wahl massiv hinzugewonnen. 2011 sank ihr Anteil dagegen auf 26,6 Prozent, wie den definitiven Zahlen des Bundesamts für Statistik vom Dienstag zu entnehmen ist. Nur im Tessin konnte sie ihn leicht ausbauen, in der Deutschschweiz und französischen Schweiz ging er gegenüber 2007 zurück. Die Mandatezahl der SVP sank von 62 auf 54. Bei der SP sank der Wähleranteil seit 2007 von 19,5 auf 18,7 Prozent. Während sie in der Westschweiz ihren Anteil halten konnte, verlor sie in der deutschen und der italienischen Schweiz. Vor allem dank Listenverbindungen konnte die Partei ihre Sitzzahl aber von 43 auf 46 steigern.

Bei FDP und Liberalen hat sich die Fusion nicht ausgezahlt. 2007 kamen sie auf 15,8 respektive 1,9 Prozent Wähleranteile und auf 31 plus 4 Mandate. Bei der jüngsten Wahl erreichten sie zusammen 15,1 Prozent respektive 30 Sitze. Der Wähleranteil sank in allen Landesteilen. Die CVP kam heuer auf 12,3 Prozent und 28 Mandate, 2007 waren es 14,5 Prozent und 31 Mandate. Gegenüber 2007 sank ihr Wähleranteil in der deutschen und in der italienischen Schweiz, in der Romandie wuchs er. FDP und CVP setzten also ihren Abstieg fort, der 1991 begonnen hatte.

Einen Rückschlag nach mehrjährigem Aufstieg gab es auch bei den Grünen, die heuer noch auf 8,4 Prozent kamen – 1,2 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Offenbar konnten sie weniger von Listenverbindungen profitieren als die SP. Nur in der italienischen Schweiz konnten sie ihren Wähleranteil leicht steigern, im Rest des Landes ging er zurück. Die Mandatezahl der GPS sank von 20 auf 15.

Die beiden neuen Mitteparteien BDP und GLP erreichten je 5,4 Prozent Wähleranteile. Für die Grünliberalen bedeutete das gegenüber 2007 eine Steigerung von 4 Prozentpunkten. Sie kamen – unter anderem dank geschickter Listenverbindungen – auf 12 Mandate. Die BDP war 2007 noch nicht angetreten, hatte aber nach der Abspaltung insgesamt 5 Sitze von der SVP «geerbt» respektive bei einer Ersatzwahl gewonnen. Nun gewann sie vier Sitze hinzu.

Von den kleineren Parteien behielt die EVP zwei Sitze, obschon ihre Parteistärke von 2,4 auf 2 Prozent sank. Überraschend einen zweiten Sitz eroberte die Tessiner Lega, die ihren Wähleranteil von 0,6 auf 0,8 Prozent steigerte. Auf je einen Sitz kamen die CSP (dieser «wanderte» von Freiburg nach Obwalden) und – neu – das Genfer Mouvement Citoyens. Leer ging heuer die EDU aus, die ihren Sitz in Bern verlor. Auch die linke PdA konnte ihren Waadtländer Sitz nicht halten.

Die Wahlbeteiligung stieg auf 49,1 Prozent. 2007 hatte sie bei 48,3 Prozent und 1995 bei – historisch tiefen – 42,2 Prozent gelegen.

Quelle: Tages-Anzeiger (jak/sda)

Artikel zum Thema



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Montag, 24. Oktober 2011

Facts zur Wahl 2011

Allgemeine Entwicklung
- Anteil der neu Gewählten beträgt rund 33%
- Die politische Mitte wird grösser, die Pole im Parteienspektrum lassen Federn
- SVP -8, GP und FDP je -5 Sitze
- GLP BDP 12 / 9 Sitze resp. je 5%
- Neue Erfahrung für SVP: erstmals seit 1987 deutliche Verluste


Impressionen

abgestimmt wurde auch in Bahnhofsstimmlokalen


Es gibt einen Stimmzählzwang - Liste für Liste für Liste: Auszählung am Samstag, 22. Oktober im Berner Gymnasium Neufeld, Bild: Keystone


Personen

Ein besonders Junger hat es auch geschafft - Mathias Reynard, Nationalrat SP, für das Wallis neu in der Bundesstadt, im übrigen hat sich der Durchschnitt der Gewählten von 51 auf 50 Jahre verjüngt...., Christoph Blocher ist der älteste CH-Parlamentarier, Bild: Keystone


Vor wenigen Tagen erst ein Kind zur Welt gebracht - und dann gleich in den Ständerat: Pascale Bruderer SP (AG)



Der Bündner Unternehmer Josias Gasser (links) kämpft seit Jahren für die Realisierung konkreter Projekte der Erneuerbaren Energien in seinem Kanton. Nun ist ihm der grosse Sprung in die nationale Politik geglückt (Bilder Gasser AG).






Die Wahlen in den Medien von In- und Ausland
- Medienschau Aargauer Zeitung: Der Wahlausgang komme für Schweizer Verhältnisse einem mittleren Erdbeben gleich, meint die «Aargauer Zeitung». Auffallend seien die Verdrossenheit über die traditionellen Parteien, das Erstarken der Mitte und das Ende des SVP-Höhenfluges. Diese drei Erkenntnisse zeugten davon, wie differenziert die Wählerinnen und Wähler entscheiden.
- Neue Luzerner Zeitung: Eher kritisch beurteilt die «Neue Luzerner Zeitung» die Wahlerfolge der kleinen Parteien. Der Durst nach neuen pragmatischen Ansätzen sei in der Wählerschaft so gross, dass sie den Newcomern in der Mitte sogar Vorschusslorbeeren gewähre. Dabei spreche der Wahlerfolg der GLP als Partei ohne Wahlprogramm für sich.
- Blick in die Westschweiz - «Le Temps» spricht von einem «harten Schlag» für die SVP und meint, dass die Schweiz erkannt habe, dass die Lösungen für die Probleme in der Mitte gesucht werden müssten. Für «Le Matin» sind die SVP-Verluste ein Zeichen eines gewissen Überdrusses an eingleisigen Themen.
- Spiegel Online: Schweizer stoppen Höhenflug der Rechten

Wahlbeteiligung
- 48,6%, leichtes Plus gegenüber 2007 (48,3%)
- In anderen Staaten, wie etwa Tunesien (> 60%) und Argentinien (leicht unter 75%) deutlich tiefer
- Gründe: Desinteresse, Zufriedenheit, Frustration mit Politik (-erInnen), Unzufredenheit (je ein Viertel)

Proporzglück/ -pech (1% WählerInnenanteil = 2 Sitze rein rechnerisch) für die neue / alte Legislatur
- SP -1,9% WählerInnenanteil, plus 2 Mandate auf 45 statt -2
- GP -1,7% WählerInnenanteil, minus 5 Mandate auf 15
- SVP mit 25,3 % WählerInnenanteil 54 Mandate statt 51 gemäss strengem Proporz, aber dennoch mit -3,5% und -8 grosse Verluste
- Gründe reines Rundungsglück / -pech; Listenverbindungen (von denen profitierte GP vor vier Jahren im Gegensatz zu 2011)
- Proporz und Majorz - wie gerechnet wird im Majorz bei mehreren KandidatInnen



Merke: Im Ständerat ist noch vieles offen - wie in Zürich, wo sich Christoph Blocher, Felix Gutzwiller und Verena Diener in einem 2.Wahlgang um die Zürcher Sitze konkurrenzieren.


Artikel / Links zu weiteren Aspekten
- Frauenanteil bleibt stabil: Tages-Anzeiger 24.10.11
- Das sind die Zürcher Nationalräte Tages-Anzeiger 24.10.11
- Die Wahlergebnisse nach Kantonen
- Niedergang der FDP - Tages-Anzeiger 24.10.11


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CH-Wahl: Atomausstieg und Solarwirtschaft gestärkt

Noch vor Bekanntwerden der letzten Resultate (fehlender Kanton Waadt) zeigen die eidgenössischen Wahlen unter anderem auch eine Stärkung der Atomausstiegsposition – und ebenso eine Stärkung jener EnergiepolitikerInnen über alle Parteigrenzen hinweg, die sich für die Solarenergie einsetzen.

Die Wah­len zum neuen Schweizer Parlament zeigen einerseits zwar einen Rückschlag für die Aus­stiegs­be­führ­wor­terInnen von rund sechs Pro­zent bei den Wäh­ler­an­tei­len (Grüne, SP, CVP). Sie zeigen gleichzeitig aber auch eine Zunahme um zehn Pro­zent (BDP & GLP). Das Gesamt­re­sul­tat einer solchen Rechnung: Vier Pro­zent mehr Wähleranteile für den Aus­stieg als zuvor. Das schlägt sich auch in der Sitzverteilung nieder, zeigt diese doch aufgrund der gestärkten politischen Mitte eben auch mehr Sitze für die Atomausstiegsposition.

Der Bündner Unternehmer Josias Gasser (links) kämpft seit Jahren für die Realisierung konkreter Projekte der Erneuerbaren Energien in seinem Kanton. Nun ist ihm der grosse Sprung in die nationale Politik geglückt (Bilder Gasser AG).





Ein definitives Urteil über das neue Parlament und dessen Energieperspektiven ist noch nicht möglich, weil der Ständerat noch diverser Entscheidungen harrt, die im Laufe des Monats November, aber an verschiedenen Wochenenden fallen (Zürich zum Beispiel erst am 27.). Gerade der Kanton Zürich zeigt in den Ständeratswahlen aber eine Stärkung der Antiatomfraktion, weil Verena Diener von den Grünliberalen trotz verpasstem absoluten Mehr ein Spitzenresultat einfuhr. Stark auch der Freisinnige Felix Gutzwiller, der in seiner Atomposition in letzter Zeit zumindest eine Abkehr von der reinen freisinnigen Lehre erkennen liess (siehe Solarmedia vom 21. September 2011).

Die Linke, die sich bis vor kurzem als geeinter rot-grüner Block als einzige gegen den Weiterbetrieb von AKW aussprach, hat nun aus bürgerlichen Reihen kräftige Konkurrenz erhalten. BDP und die Grünliberalen reichen schon fast den Grünen das Wasser – sind sich aber ansonsten eher spinnefeind, was aus der Abspaltung von den Grünen vor mehr als vier Jahren rührt. Aber: In der Atomfrage und auch bei der Förderung der Erneuerbaren sind zumindest die Grünliberalen ein verlässlicher Wert, hatte doch Verena Diener den ständerätlichen Ausstiegsbeschluss erst möglich gemacht und Parteipräsident Martin Bäumle forderte immer schon eine höhere Versicherung von AKW-Schäden und Kostenwahrheit bei den Energien.

Und dann gibt es noch die Solarpolitiker der ersten und nun parlamentarisch gesehen auch der zweiten Stunde. Denn neben die drei wiedergewählten SP-Nationalräte Roger Nordmann (dessen Partei im Kanton Waadt wohl auch wegen der Energiepolitik auf einer eigentlichen Erfolgswelle schwimmt), Eric Nussbaumer (mit bestem Wahlergebnis im Kanton Basel-Land) und Beat Jans (mit meisten Stimmen im Kanton Basel-Stadt), treten neu zwei Grünliberale mit dem Bündner Baumaterialien-Unternehmer Josias Gasser (siehe Bild oben). Er hat sich seit Jahrzehnten stark gemacht für die Erneuerbaren Energien, und ist als Windradbauer, Twike-Fahrer und Solarpreisgewinner (für sein Fabrikgebäude im Passivhausstil) hervorgetan. Mit Gasser hat Graubünden erstmals einen grünliberalen Nationalrat.

Aufsehenerregend ist ein weiterer Solarverfechter, der seitens der Grünliberalen den Einzug in den Nationalrat schaffte: Thomas Böhni, Nationalrat GLP, Thurgau
Der 47-jährige Fachmann für Solarenergie wird in Bern gewiss in der Energiepolitik mitmischen wollen. Die Wiederwahl geschafft hat daneben ein weiterer prominenter Befürworter des Ausstiegs und gleichzeitig konkreter Förderer der Erneuerbaren: Peter Malama BS, Direktor Gewerbeverband Basel-Stadt.

Wenn also die rein-grüne Position bei den Schweizer Parlamentswahlen einen Dämpfer erhielt, so wurden die Position des Atomausstiegs, aber auch die Förderung der Erneuerbaren Energien, durch diese Wahlen eindeutig gestärkt. Das wird auch helfen, diese Positon bei den anstehenden Bundesratswahlen zu erhalten – Eveline Widmer-Schlumpf wird wohl in der Regierung bleiben und Atombefürworter Johannes Schneider-Ammann ausscheiden – so zumindest die Solarmedia-Einschätzung.

© Guntram Rehsche / Solarmedia

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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Zwei sind schon gewählt

CVP-Ständerat Paul Niederberger ist seit Anfang September gewählt, ohne dass ein Wähler zur Urne gegangen wäre. Nicht einmal die SVP greift seinen Sitz an. Er hat seinen Sitz im Ständerat seit Anfang September für weitere vier Jahre auf sicher. Er ist in stiller Wahl bestätigt worden, weil kein anderer Kandidat Interesse an dem Amt angemeldet hatte.


Rund 3500 Kandidaten füllen schweizweit die Parteilisten, sie alle wollen am Sonntag ins Parlament gewählt werden. Darunter befinden sich etwa 200 Bisherige. Einer davon, der Nidwaldner CVP-Ständerat Paul Niederberger (siehe Bild), ist bereits gewählt. Besser gesagt, er ist in stiller Wahl bestätigt worden, weil kein anderer Kandidat Interesse an dem Amt angemeldet hatte. Am 5. September lief die Anmeldefrist bei der Nidwaldner Staatskanzlei ab, seit diesem Tag hat Niederberger seinen Sitz in Bern für vier weitere Jahre auf sicher.

Damit geht es Niederberger fundamental anders als seinen Kollegen, für die sich die Monate vor den Wahlen wie ein Marathon gestalten: Parteianlässe, Standaktionen, TV-Debatten, Podien, Referate – so mancher Kandidat dürfte am 23. Oktober reif sein für Ferien. Nur einer ist wie Niederberger schon heute gewählt: Der Innerrhoder CVP-Ständerat Ivo Bischofberger. Er wurde Anfang Mai an der Landsgemeinde bestätigt.

Niederberger ist sich seiner privilegierten Situation bewusst: «Während der Herbstsession mussten meine Kollegen jeden Abend an Wahlkampfveranstaltungen gehen, ich konnte mich anderem widmen.» Dass er auch gegenüber den Medien ein entspannteres Verhältnis pflegen könne, sei für ihn nichts Neues. «Gegenüber den Medien halte ich mich ohnehin zurück.»

Seltsam ist hingegen, dass im Innerschweizer Halbkanton selbst die SVP kein Interesse am Ständeratssitz anmeldet. Die Volkspartei hatte im April angekündigt, überall Kampfkandidaten ins Rennen zu schicken, um die Dominanz der Mitteparteien zu brechen. Auch in Appenzell Innerrhoden blieb Bischofberger konkurrenzlos. In Nidwalden tritt die SVP mit dem «Weltwoche»-Journalisten Peter Keller nur für den vakanten Nationalratssitz an.

Warum nicht auch für den Ständerat? «Es würde von den Wählern nicht goutiert werden, wenn wir um beide Sitze kämpfen würden. Damit hätten wir auch unsere Chance auf den Nationalratssitz geschmälert», sagt Christoph Keller, Präsident der SVP Nidwalden. Anders hätte es aussehen können, wenn die CVP, die den Ständeratssitz innehat, auch um den Nationalratssitz kämpfen würde, der mit dem Rücktritt von Edi Engelberger (FDP) vakant wird. Der Nationalratssitz ist seit 1995 in FDP-Hand und könnte nun erstmals an die SVP gehen – sofern SVP-Kandidat Peter Keller den FDP-Kandidaten Heinz Risi schlägt. Hätte die CVP einen Nationalratskandidaten ins Rennen geschickt, hätte die SVP eine Ständeratskandidatur in Betracht gezogen.

CVP und SVP haben sich also stillschweigend darauf geeinigt, einander nicht ins Gehege zu kommen. Was in anderen Kantonen undenkbar wäre, wird in Nidwalden offenbar gelebt: Parteien und Politiker üben sich – selbst vor den Wahlen – in Augenmass und Bescheidenheit.

«In Nidwalden steht traditionellerweise die Sachpolitik im Zentrum, nicht die Parteipolitik», erklärt Niederberger. Er sieht die stille Wiederwahl aber auch als Leistungsausweis für die ersten vier Jahre im Ständerat. «Ich habe keine grossen Fehler gemacht. Und als vormaliger Finanzdirektor war ich schon fest im Sattel.» Christoph Keller stimmt zu: «Niederberger ist in Nidwalden unbestritten.» Keller dürfte schweizweit der einzige SVP-Kandidat sein, der sich anerkennend über einen CVP-Ständerat äussert.

Quelle: Tagesanzeiger.ch/Newsnetz

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Montag, 3. Oktober 2011

Z.B. CH-Architektur/Fotografie

Neubau in Zürich-West - Prime Tower von fahrendem Zug aus



Altbau General-Guisan-Quai nähe Bürkliplatz in Zürich


Freies Gelände vor Überbauung - Kalkbreite bei Lochergut in Zürich



Freie Evangelische Schule Zürich (oberhalb Bellevue)


Sonnenkraftwerke - Photovoltaik- (Stromerzeugungs-) Anlagen in der Schweiz







Bergstation der Zermatt-Matterhorn-Bahn - Trägerin des Solarpreises 2010



Der Kühlturm des AKW Gösgen und seine Umgebung





Bilder: Guntram Rehsche


Tipp: Donnerstag, 27.10.2011, 18.30 Uhr
Fotoausstellung: Freitag, 28.10.2011 – Samstag, 26.11.2011

Galerie EB Zürich: «... zum Beispiel Kasan»
Die Fotoausstellung erzählt vom freundschaftlichen Zusammenleben von Muslimen und Christen in Tatarstan, Russland. Sie dauert vom 28. Oktober bis 26. November 2011. Die Einführung hält Daniela Mencarelli, Präsidentin des Vereins «dazugehören».

Weitere Informationen >>> hier

Donnerstag, 29. September 2011

100 % erneuerbar ist möglich!

Nach dem Ausstiegsbeschluss des Ständerats (siehe Solarmedia vom 28. September 2011) braucht es im politischen Prozess zwar noch Retouchen, bis sich die Schweiz endgültig von der Atomenergie verabschiedet (und dies in Schritten nur). Doch zweifellos neigt sich die Aera der atomaren Grossanlagen dem Ende zu. Wie geht es weiter, gibt es die erneuerbare Alternative? Ein Kommentar von Solarmedia-Autor Guntram Rehsche.







Ja, die erneuerbare Alternative gibt es, belegt durch viele Berichte, Studien, und Bücher im In- wie im Ausland: 100 Prozent Erneuerbare Energien zur vollständigen Energieversorgung sind machbar. Und dem Anliegen verpflichten sich unterdessen auch grosse Unternehmen wie etwa die Swisscom oder das rasant gewachsene deutsche Planungsunternehmen Juwi.

Wer die vorhandenen Erkenntnisse nicht wahrnimmt (oder nehmen will), ignoriert den Stand der Auseinandersetzung. Erinnert sei etwa an das ausführliche Buch des Waadtländer Nationalrats Roger Nordmann, das im Mai 2011 unter dem Titel «Atom- und Erdölfrei in die Zukunft» auf Deutsch erschien (Orell Füssli Verlag, siehe auch Solarmedia-Interview vom 11. Mai 2011).

Hier kann nicht der Platz sein, all die Vorschläge zu präsentieren - und natürlich fallen sie je nach Autorenschaft unterschiedlich aus. Klar ist aber, dass es sehr wohl sehr viele erprobte Technologien gibt, die ihren Beitrag leisten können (im Gegensatz zur Atomindustrie, die noch kaum einen funktionierenden Reaktor der 3. oder gar der 4. Generation vorweisen kann als Alternative für die künftige Energieversorgung). Als Stichwort gilt hier «Kombikraftwerke».

Zudem gilt, dass sich die neuerdings viel beschworene Netzfrage sowohl für eine erneuerbare wie auch eine herkömmliche Stromversorgung stellt. Denn auch neue und erst noch grösser dimensionierte Atomanlagen bräuchten einen Netzausbau. Der Energiefachmann und frühere Direktor des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich, Gianni Operto, veranschlagt die Netzprobleme für eine dezentrale erneuerbare Energieversorgung sogar als geringer als für den Ausbau mit Grosskraftwerken, seien sie atomar- oder gasbasiert (siehe Zeitschrift Energie & Umwelt 3/2011).

Es gilt also, bereits vorhandenes Wissen umzusetzen, in gewissen Fällen auch Risiken einzugehen (zb Geothermie). Klar ist, wie in anderen Staaten erprobt, dass die Solarenergie sowohl bei der Wärmeerzeugung wie bei der Stromproduktion einen grossen Teil beisteuern wird. Auch für die Schweiz scheint ein Stromanteil von mindestens 25% erreichbar - für den weniger als ein Drittel der geeigneten Dachflächen benötigt würde (siehe Solarmedia vom 15. April 2011).

© Solarmedia

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Montag, 26. September 2011

Quiz 2 / Umfrage zur CH-Politik

Anonym auf einseitigem Papier nummeriert zu beantworten:
  1. Wann ist die Neuwahl des Schweizer Parlaments?
  2. Wer genau wird gewählt?
  3. Gehst du selbst wählen?
  4. Anonym und freiwillig: Wen wählst du?
  5. Begründung
  6. Welche PolitikerInnen kennst du?
  7. Was ist Unterschied NR / SR / BR?
  8. Wo sind Informationen zur Wahl abzuholen?
  9. Was sind die Probleme der entsprechenden Infos
  10. Vorhersage: Welche Parteien erreichen wie viel Prozent?

Antworten / Resultate auf Spezialseite «Repetition»

Lehrmittel: Weiterführende Texte im Lehrmittel «Gesellschaft»:
  • S. 94 - 116 «Stimmen und Wählen»